Sorat Hotel Brandenburg
Brandenbrg. Automobil GmbH
PKW-Center Potsdam
Sparkassenhaus Pforzheim
Stadtbibliothek Herzberg
Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen
Ärzteforum Seestrasse Berlin
Friedrich-Naumann-Stiftung
Stiftung Naturschutz Berlin
Kunstmühle Mötzow

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Foto-Ausstellung

Neue Verkaufs-Ausstellung – Ab 12.Februar 2017 in Gardelegen/Sachsen Anhalt

Naturfotos aus dem Havelland auf großen Leinwänden – und Fotos im Rahmen


Sorat-Hotel Brandenburg

Ort: SORAT Hotel, Altstädtischer Markt 1, 14770 Brandenburg/Havel
Zeitraum: 2. Juni 2013 – 30. März 2014
Information: Flyer zur Ausstellung (PDF)
Preisliste: Preise zur Ausstellung (PDF)
Website: sorat-hotels.com

51G9W327GEL„Auf dem Seerosenblatt der Frosch. Doch was macht er für ein Gesicht?“. Das ist eines der berühmtesten Haikus des wohl genialsten aller Vertreter der Kunst des japanischen Dreizeilers. Der unerreichte Kobayashi Issa schrieb den Vers vor über zweihundert Jahren – und Birgit Fischer fing das Bild dieses Gedichtes ein. Und so steht der Betrachter der jüngsten Ausstellung im Sorat-Hotel vor dem Antlitz der kleinen, grünen Amphibie und darf der Aussage von Issa’s Haiku nachsinnen. War sich die Künstlerin bewusst, dass ihr der ganz seltene Wurf gelang, ein Haiku von Weltruf zu visualisieren? Sicher nicht. Darauf hat sie es gar nicht angelegt. Sie wollte die Schönheit ihrer Heimat festhalten: „Der Beetzsee ist wunderbar“, sagt Fischer. Vom Fotografieren hat sie eigenem Bekunden zufolge keine Ahnung, nur ihre Nikon und ein gewöhnliches Objektiv benutzt Fischer. Bearbeitet werden die Fotografien von Fischer nicht, viele Motive sind im Winter entstanden. Das Wetter musste dabei stimmen: „Fotografiert wurde, wenn die Sonne schien“, sagt Fischer. Viele Leute drängen sich bei der Vernissage zu Fischers Fotoaustellung „Wasserwelten“ um die Sportikone: Leute, die Birgit Fischers Bilder aus einer anderen Welt sehen wollen. Doch die Bilder wurden einzig um auf Havel, Beetzsee, und Riewendsee geschossen.

„Die Bilder sind alle vor meiner Haustür entstanden“, so Fischer und weiter „Die meisten Fotos fussläufig.“ Die erfolgreichste Olympionikin aller Zeiten sucht das Außergewöhnliche am und im Wasser. Sie zeigen unter anderem Luftblasen oder letzte Eisreste an Schilfhalmen. „Die Leidenschaft fürs Fotografieren entwickelte sich über die Jahre“, sagt Fischer. Auch der Sport habe sie zum Fotografieren gebracht: „Wenn ich trainiert habe, bin ich immer viel zu schnell an interessanten Dingen vorbei gefahren. Irgendwann habe ich angefangen, langsam rauszufahren“, erklärt Fischer. Mit dabei hat sie seitdem immer einen Fotoapparat. Die Leidenschaft zur Fotografie ist für Fischer nicht vergleichbar mit der zum Sport. Wer sein Domizil mit einer dieser Lichtbild-Preziosen schmücken möchte, kann mit Birgit Fischer ins Geschäft kommen. Von jedem Motiv verkauft sie jedoch nur 5 Abzüge. „Das soll nicht inflationieren“, sagt sie. Die Bilder der Ausstellung „Wasserwelten“ von Birgit Fischer ist noch bis zum 30. März 2014 im Sorat Hotel Brandenburg zu sehen.

Quelle: Text „Faszinierende Wasserwelten“ vom 2. Juni 2013 aus dem Preußenspiegel


Brandenburgische Automobil GmbH

Ort: Brandenburgische Automobil GmbH, Gerlachstr. 47/49, 14480 Potsdam
Zeitraum: 01. Dezember 2011 – 29. Februar 2012
Website: volkswagen-automobile-potsdam.de


PKW-Center Potsdam

Ort: Autohaus Sternagel GmbH, Gerlachstraße 14 , 14480 Potsdam
Zeitraum: 24. September 2011 – 01. Oktober 2011
Website: autohaus-sternagel.de

Im Rahmen der Pkw-Aktion „Effizienz zahlt sich aus“ erwartet Sie die Ausstellung der achtmaligen Olympiasiegerin und Fotografin Birgit Fischer. Die Brandenburger Landschaften spiegeln sich auch in den Fotografien von Birgit Fischer wieder. Es sind faszinierende Momentaufnahmen mit Nebel über dem Wasser, mit kraftvoll strahlender Sonne oder mit Abendstimmungen. Jedes der Fotos ist ein Atemzug voller Naturerleben, facettenreich und einzigartig, großes Kino und doch intimer Moment. Die Momentaufnahmen in Birgit Fischers „Mein Brandenburg“ bleiben im Langzeitgedächtnis haften, sie inspirieren.


Sparkassenhaus Pforzheim

Ort: Sparkassenhaus Pforzheim Calw, Poststraße 3, 75172 Pforzheim
Zeitraum: 15. März 2011 – 1. April 2011
Information: Einladung zur Vernissage (PDF)
Website: sparkasse-pforzheim-calw.de

Der Kontrast ist verblüffend. Auf den Fotografien liegt das Wasser still da, ganz friedlich, unberührt. Irgendwie will das auf den ersten Blick nicht zu Birgit Fischer passen. Denn meistens war das Wasser früher von den Paddeln aufgewühlt, wenn die Kanutin ihren Job machte. Und diesen Job machte sie so erfolgreich, wie keine andere. Acht olympische Goldmedaillen und 27 WM-Titel sammelte die Brandenburgerin im Laufe ihrer ungewöhnlichen Karriere. Mit 18 Jahren nahm sie 1980 in Seoul für die DDR erstmals an Olympischen Spielen teil, bei ihrer siebten Olympiateilnahme 2004 in Athen – jetzt im Dress der Bundesrepublik – war sie bereits 42. Heute ist Birgit Fischer 49 und immer noch mit dem Kanu unterwegs. Immer noch auf dem Beetzsee, der sich von ihrem Geburtsort Brandenburg an der Havel bis nach Päwesin zieht. Mehr als zwei Jahrzehnte war das ihr Trainingsrevier. Schon immer war sie dabei fasziniert von der Natur. Fasziniert von der aufgehenden Sonne, die Schilf und Bäume am Ufer in immer neue Farben tauchte. Fasziniert von goldenen und silbernen Reflexen auf dem Wasser. Fasziniert von den ersten Eiskristallen des nahenden Winters. Fasziniert von Schwänen, Fischadlern, Kranichen, Eisvögeln und Bibern, die ihren Weg kreuzten. „Das ist so toll, das muss doch noch jemand außer mir sehen“, hat sie dann gedacht und sich geschworen, zurückzukommen und alles zu fotografieren.

Birgit Fischer hat Wort gehalten. Sie ist zurückgekehrt – mit ihrer Kamera im Boot. Im Laufe der Jahre sind ihr viele stimmungsvolle Naturbilder gelungen, die sie auch in Ausstellungen zeigt. Die Bilder machen klar, wie weit die achtfache Olympiasiegerin Hektik und Wettkampfstress hinter sich gelassen hat. Heute betreibt sie in ihrem Wohnort Bollmannsruh eine Firma mit dem Namen Kanufisch. Bootstouren zählen ebenso zum Angebot wie Vorträge und Managementseminare. Ihre Fotografien strahlen die gleiche Ruhe aus, wie die einst so erfolgreiche Sportlerin selbst. „Ich will, dass die Leute sich entdecken, sich wiederfinden, zu sich selbst kommen“, sagt sie. Und man traut ihr zu, dass sie diese Inhalte auch glaubhaft vermitteln kann.

Optimismus ist ein anderes Stichwort in Birgit Fischers Leben. „Wer im Kopf nicht fit ist, erreicht nichts“, sagt sie und schreibt eine Widmung in eines ihrer Bücher: „Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern.“ Das weiß die Kanutin aus ihrer eigenen, langen Karriere, die nicht immer rund lief. Denn nach ihrer ersten olympischen Goldmedaille 1980 in Moskau kam der Olympia-Boykott der Ostblock-Staaten 1984. Und 1988 ging in Seoul trotz zweier Goldmedaillen im Kajak-Zweier und Vierer manches schief. „Wir waren schon drei Wochen vorher angereist, hatten aber nur fließende Gewässer zum Trainieren. Und für mich war das tödlich“, erzählt sie. Beim ersten Training verletzte sie sich zu allem Übel auch noch. Als Birgit Fischer im Einzelrennen 3/10 Sekunden zum Gold fehlten, saß der Frust tief: „Ich hätte die Silbermedaille am liebsten ins Wasser geschmissen.“

Als sie wenig später dann auch noch herausfand, dass die Trainer auf die drei Wochen Vorbereitung in Südkorea nur so versessen waren, weil sie das Tagegeld dafür in Westwährung abgreifen konnten, stand ihr Entschluss fest: „Ich mache weiter, aber ich bestimme selbst, was ich mache.“ So wurde Birgit Fischer mit fünf weiteren Goldmedaillen, die sie in Barcelona, Atlanta, Sydney und Athen erkämpfte, die erfolgreichste deutsche Olympionikin. Wie viele Kilometer sie im Laufe ihres Lebens im Boot zurückgelegt hat, weiß sie nicht. Es dürften aber 80 000 sein, das ist zweimal rund um die Welt. Doch die große Welt braucht Birgit Fischer heute gar nicht mehr. Sie hat ihre eigene kleine Welt gefunden. In Brandenburg. Ihre Fotografien zeigen das eindrucksvoll.

Quelle: Text „Die achtfache Olympiasiegerin Birgit Fischer zeigt bei Ausstellung Natur-Fotografien“ vom 20. März 2011 aus der Pforzheimer Zeitung



Stadtbibliothek Herzberg

Ort: Stadtbibliothek Herzberg, Schliebener Straße 89, 04916 Herzberg
Zeitraum: 22. Januar 2009 – 21. Februar 2009
Information: sb-herzberg.dyndns.info

„Wasser und Holz“ – unter diesem Titel wagt die Herzberger Bibliothek für den ersten Monat des Jahres eine Ausstellung, die es in dieser Art in dem für erfolgreiche Expositionen bekanntem Haus noch nicht gegeben haben dürfte. Einer der beiden Aussteller ist Birgit Fischer, Jahrgang 1962, 27-fache Weltmeisterin, achtfache Olympiasiegerin und erfolgreichste Kanutin aller Zeiten sowie Sportlerin des Jahres 2004. Der andere ist Dieter Wils, Jahrgang 1942. Er ist in der Region wohl am bekanntesten als erfolgreicher Trainer der Linde-Leichtathleten und Inhaber eines Sportgeschäftes. Dass Wils von Haus aus zunächst Drechsler gelernt hat und seit etwa 30 Jahren als anerkannter Kunsthandwerker agiert, drang bisher weniger an die Öffentlichkeit, zumindest nicht hierzulande. Nach Ausstellungen u.a. in Cottbus, Magdeburg, Dahme, Koblenz und Tschechien hat er nun zu seiner großen Freude gemeinsam mit Birgit Fischer Gelegenheit, sich in Herzberg „etwas anders“ zu präsentieren.

„Ich kenne Birgit Fischer schon einige Zeit, und natürlich reden wir viel über Sport, doch ebenso auch über unsere Hobbys. Sie fotografiert sehr gern, aus einer Perspektive, wie sie von ihr häufig erlebt wird, nämlich vom Wasser aus.“ Man darf also neugierig sein auf die Ergebnisse, die dieser sportlich-künstlerische Dialog ergeben hat. Erstmals Gelegenheit, diese in Augenschein zu nehmen, gibt es am 22. Januar um 18.30 Uhr zur Vernissage in der Galerie der Stadtbibliothek Herzberg. Gespannt sein darf man insbesondere auf die einleitenden Worte. Peter Frenkel, Olympiasieger im 20-km-Gehen von 1972, und Peter Clemens, Schönewalder Kunsterzieher, haben die Bitte von Birgit Fischer und Dieter Wils gern angenommen und werden zur Ausstellungs-Einführung sprechen.

Quelle: Text „Was ‚Wasser und Holz‘ verbindet“ vom 06.01.2009 aus der Lausitzer Rundschau



Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen

Ort: Johanniter-Krankenhaus, Haus 1, Johanniterstr. 1, 14929 Treuenbrietzen
Zeitraum: 08. Oktober 2008 – März 2009
Information: Einladung zur Vernissage „Stadt, Land, Leute“ (PDF)
Website: johanniter-treuenbrietzen.de

Als Günter Baaske, SPD-Fraktionsvorsitzender, vor kurzer Zeit in einem Faltboot mit seinen Kindern auf dem Beetzsee unterwegs war, ist er zügig von einer Frau in einem Kajak überholt worden. Die Frau ist Sportlerin und stets mit ihrer Kamera unterwegs. Ihre Schnappschüsse – wie sie selbst sagt – schmücken seit gestern die Wände im Erdgeschoss der Lungenfachklinik des Johanniter-Klinikums in Treuenbrietzen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass sie einen Blick für die Natur hat“, sagt Baaske, der die Ausstellung „Stadt, Land, Leute“ mit Werken von insgesamt drei Künstlern am Mittwochabend eröffnet hat. Die Rede ist von Birgit Fischer, achtfache Olympiasiegerin im Kanurennsport. Eine Fotografie trägt den Namen „Farbenspiel“. Sie zeigt grüne Tannen, Kiefern und Laubbäume, die den – im Sonnenlicht – türkisfarben erscheinenden Beetzsee umrahmen. In der Bildmitte ist goldglänzendes Schilfgras zu sehen. Ein anderes Foto – „Sommertraum“ – zeigt roten Klatschmohn und blaue Kornblumen auf einer grünen Wiese. Neben Wasser und Gewächsen kommen Fischer ebenso Tiere vor die Linse. Das Foto „Aufbruch“ erzählt von Wildgänsen, die von einem Acker starten, um in die Lüfte zu steigen. Die Titel der Bilder entwickelt die Wassersportlerin selbst. „Die Titel entstehen schon beim Fotografieren.“, sagt sie. Ebenso spontan entstehen ihre Bilder. Die Kamera liegt stets im Auto. „Wenn ich meine Tochter zur Schule fahre und ein Motiv sehe, fotografiere ich es“, erzählt Fischer. Ihre Tochter laufe dabei so manches Mal Gefahr, zu spät zum Unterricht zu erscheinen.

Rainer Karchniwy hat sich solchen Gefahren nicht ausgesetzt. Er begleitete sein Fotomotiv in den Neunziger Jahren als Kraftfahrer. In Fahrpausen hat Karchniwy die 2001 verstorbene Politikerin Regine Hildebrandt mit seiner privaten Kamera abgelichtet. Auf den Bildern des Amateurfotografen ist die Politikerin dabei zu sehen, wie sie Äpfel in ihrem Dienstwagen verspeist, ihr Fahrrad durch tiefen, losen Sand schiebt oder joggend in einem lila-weißen Sportanzug Pilze sammelt. Karchniwys Fotografien hängen im ersten Obergeschoss der Lungenklinik. Der Bildautor fährt heute unter anderem Günter Baaske umher. Einen Blick für Details hat auch Sven Delitz. Er fotografiert den Alexanderplatz, Schiffe auf der Spree oder historische Häuser in Berlin und druckt einzelne Bildbestandteile auf zwei Meter lange Stoffbahnen. Die Werke des Berliners sind in den Gängen der zweiten Kliniketage zu besichtigen. Ein oft gezeigtes Motiv: der Fernsehturm.

Quelle: Text „Schnappschuss im Kajak“ von Elke Kögler aus der MAZ, Fotos von Ina Tessnow


Ärzteforum Seestrasse Berlin

Ort: Medizinisches Versorgungszentrum, Seestrasse 64, 13347 Berlin
Zeitraum: 11. Januar 2008 – 30. April 2008
Information: aerzteforum-seestrasse.de


Friedrich-Naumann-Stiftung Potsdam

Ort: Truman-Haus, Karl-Marx-Straße 2, 14482 Potsdam
Zeitraum: 11. Oktober 2007 – 16. November 2007
Information: fnst-freiheit.org

Birgit Fischer sagt, sie sei schon immer ein „Draußenkind“ gewesen. Zu jeder Jahreszeit hätte sie draußen gespielt. Aus diesem Draußenkind wurde später die Frau, die achtmal olympisches Gold im Kanu gewann und inzwischen mit Vorliebe Touristen die vielfältigen Reize ihrer angeblich so kargen märkischen Heimat zeigt. Draußen natürlich und nach Möglichkeit zu Wasser, wie es sich für eine am wunderschönen Beetzsee wohnende Brandenburgerin gehört. „Die Natur hat mich oft mehr in den Bann gezogen als das Training“, erinnert sie sich beim Aufbau ihrer Fotoausstellung „Mein Brandenburg“ im Truman-Haus am Griebnitzsee und hat bei der Gelegenheit auch gleich noch ein frisch restauriertes, uraltes Kanu aus den frühen sechziger Jahren abgeholt und aufs Dach ihres kleinen Transporters geladen. Ihre Freundin, die Fotografin Anita Reinsch, hatte sie zu einer ersten gemeinsamen Ausstellung überredet und mit der unerwarteten Resonanz ist auch ihr Mut gewachsen, die eigenen Fotos in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Entstanden sind ihre elegischen Landschaftsporträts in maximal fünf Kilometern Entfernung von dem Ort, an dem sich die auf der jeweils gegenüberliegenden Seite des Beetzsees wohnenden Freundinnen, Sonnenaufgang und Sonnenuntergang teilen. Die Sonne und das Licht sind es auch, die bei Fischers menschenleeren, leisen Naturbildern für die gelegentlich dramatischen Stimmungen sorgen. „Geheimnis“ nennt sie ein in der Dämmerung fotografiertes Feld, dessen gehäufelte Furchen unter der glänzenden Plastefolie schwitzen. Dann wieder steht orangene Sonnenglut nur knapp über dem Horizont und zeigt das spiegelblanke Wasser des Sees. Auf das Baum bestandene dunkle Ufer aber schiebt sich eine Bootsspitze durch die vereinzelten Seerosen hin zum leicht vernebelten Horizont. „Neugier“ betitelte die Fotografin diesen Moment des Innehaltens. Es fällt auf, dass die Welt der Fotografin so gar nichts mit dem ansonsten unsteten Lebensstil der rastlosen Erfolgsfrau Fischer zu tun hat. Fast ahnt man einen idealisierten Gegenentwurf zur Hochleistungsrealität der Allrounderin und kann nachvollziehen, wie sehr Fischer diese Naturnähe als Lebensmittel benötigt. So klingt dann ein Titel wie „Selbstbestimmung“ bei dem Flug eines Schwarms von Wildgänsen auch nach trotziger Identifikation mit den Wesen, die ihr Lebensziel scheinbar unbeeinflusst wählen. Was also zeigt uns Fischer mit ihren offensichtlich so harmonischen, konfliktfreien Naturszenarien? Vor allem wohl ihr Brandenburg und das ist noch schöner, als wir gestressten Stadtmalocher es überhaupt wahrnehmen. Es ist eben auch ein Privileg, so nah bei dem zu sein, was nicht nur der gläubige Mensch respektvoll schlicht die Schöpfung nennt. Fischers Momentaufnahmen großartigster Naturschauspiele und atemloser Stille wecken Sehnsucht – nach Brandenburg – den Beetzsee und ganz viel Himmel.

Quelle: Text „Leise Naturbilder“ von Lothar Krone aus der MAZ, Fotos von „der liebe Uwe“


Stiftung Naturschutz Berlin

Ort: Stiftung Naturschutz, Potsdamer Straße 68, 10785 Berlin
Zeitraum: 17. November 2006 – 27. April 2007
Information: stiftung-naturschutz.de

Naturfotos von Birgit Fischer und Anita Reinsch zeigt eine neue Ausstellung, die unter dem Titel „Jahreszeiten im Havelland“ am 17.11.2006 in den Räumen der Stiftung Naturschutz Berlin eröffnet wurde und bis zum 27.04.2007 zu besichtigen ist. Beide Frauen verbindet die Liebe zur märkischen Wasserlandschaft vor den Toren Berlins; beide haben das gleiche Hobby. Anders jedoch als bei Anita Reinsch, die über ihren Beruf als studierte Biologin und die wissenschaftliche Mikrofotografie zu ihrer Leidenschaft fand, war es bei Birgit Fischer der Wassersport, der sie zur begeisterten Naturfotografin werden ließ. Seit 38 Jahren paddelt die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin mit ihrem Kajak auf der Havel und den Havelseen, erlebt sie die Natur, den Wechsel der Jahreszeiten aus einer besonderen, der spezifischen Sicht einer Kanutin.

Als Biologin lernte Anita Reinsch die wissenschaftliche Mikrofotografie am Institut für Botanik der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Naturfotografie wurde zur Leidenschaft. Bei den Studien in der Brandenburger Landschaft entwickelte sich ihre bildhafte Wahrnehmung der Natur. Mit präziser Kameraarbeit bannt Anita Reinsch den Zauber eines frühen Morgens, eines dämmerigen Abends, Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen auf das Bild. Unwiederbringliche Augenblicke spiegeln sich in den Fotografien und gewinnen den Blick des Betrachters für die Vielfalt unserer Flora, Fauna und Landschaft. Als Beiprogramm zur Ausstellung „Jahreszeiten im Havelland“ werden zauberhafte Märchenabende veranstaltet. Die Märchenerzählerin Sabine Lutkat entführt Groß und Klein in das zauberhafte Reich der Märchen. Folgen Sie ihr in die Sagenwelt Brandenburgs und in das weite Reich des Wassers, begleitet von den Bildern der Ausstellung.


Kunstmühle Mötzow

Ort: Vielfruchthof Mötzow, Gutshof 1, 14778 Beetzseeheide / OT Butzow
Zeitraum: 22. April – 16. Juli 2006
Information: vielfruchthof.de

Die „Kunstmühle“ auf dem Domstiftsgut Mötzow zeigt in einer Doppelausstellung kleine und mittelformatige Fotografien von Birgit Fischer und Anita Reinsch, ihrer Fast-Nachbarin aus Bollmannsruh. Heinrich Thiermann, Pächter des Domstiftsgutes in Mötzow, begrüßte gut 200 Gäste bei der Vernissage in der Kunstmühle. Den Fotografinnen sei es gelungen, die Schönheit der Natur einzufangen und den Betrachter in den Bann zu ziehen, so Thiermann. Die zahlreichen farbigen Fotografien sind auf zwei großzügigen Etagen verteilt und während die Bilder von Reinsch von weißen Passepartout umrandet werden, zeigt Birgit Fischer ihre Arbeiten in schwarzer Umrandung.

Auf den ersten Blick sehen die Bilder von Birgit Fischer besonders grafisch aus und der Zusammenklang zwischen Wasser und Himmel, zwischen naher Uferböschungen und Horizont hat einen Wert für sich. Die meisten Bilder sind aus der Bootsperspektive aufgenommen, meist zu sehr früher Stunde, wo das Sonnenlicht gerade mal die Nacht vertreibt. Es sind Bildausschnitte in denen der Mensch keine Rolle spielt, sondern der alleinige Protagonist die Natur ist. Diese Bilder bleiben den meisten Menschen verborgen, weil zu dieser Zeit noch alles schläft und wenn nicht, sich auf keinen Fall auf dem Wasser befindet. Die emotionale Beziehung zur Natur hält Birgit Fischer nicht nur in den zurückhaltend interpretierten Aufnahmen fest, sondern in den Titeln: „Verführung“, „Berührung“ und „Sinnlichkeit“ heißen u.a. die Bilder und zeigen erst in der Kombination Fotografie-Titel das ganze Ausmaß ihrer Beobachtungen und Gefühle. Die Vorstellung der Künstlerinnen hatte Professor Christian Pitra vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin übernommen. Schmunzelnd nannte er die Fotografinnen „hydrophile Wesen“ – Wasserliebhaber. Sportfotograf Peter Flenkell war über Fischers Fotoserstaunt. Sie berühren auch ein Lebensthema, die märkische Landschaft. Er hat viel Zeit in der Natur verbracht und weiß, dass „die Fotografie im Kopf geschieht“. Den Fotografinnen wünschte er auch weiterhin ein waches Auge.

Birgit Fischer hat sich entschlossen dem NABU – Großprojekt „Renaturierung der Unteren Havelniederung“ 10% des Erlöses aus dem Verkauf ihrer Bilder in der „Kunstmühle“ Mötzow zur Verfügung zu stellen.