
Am 28. Januar startete die Fulda Challenge. 2.000 Kilometer durch den unwirtlichen kanadischen Winter. Eine bizarre Landschaft aus Eis und Einsamkeit. Im Winter zwingt die große Kälte das Leben zu einer Atempause. Bei Temperaturen bis zu minus 50 Grad Celsius heißt nun die Fulda-Challenge ihre Aspiranten willkommen - zu einem der härtesten Wintersportabenteuer der Welt. An dieser Stelle werden ich Euch so oft es geht aus Kanada berichten:
Fünfter und sechster Tag - 01./02.02.2007
Der letzte Tag, das 11. Event - der Berglauf mit Schneeschuhen. Als ich heute in den frühen Morgenstunden den dunklen schneebedeckten Berg erblickte, wußte ich, den kann ich nicht bezwingen. Zu groß die Schmerzen im Knie, das trotz intensiver Kühlung nicht wieder richtig fit wurde.
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Ich startete aber mit der Gruppe, die bereits am Start schon dezimiert war, um mir den einen Punkt zu sichern. Ich stieg einige 100 Meter mit rauf und ärgerte mich bei jedem Schritt, dass ich nicht in der körperlichen Verfassung war, den Gipfel zu erklimmen. Klar hätte ich mit kleinen Pausen im gemütlichen Wanderschritt hochstiefeln können, das war aber nicht die Aufgabe. Es galt so schnell wie möglich dieses Event zu schaffen. Ich hätte einfach zu lange gebraucht und alle hätten auf mich warten müssen.
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Ein Blick auf die aktuelle Rangliste zeigte, dass ich in diesem starken Feld nicht punkten kann und meinen dritten Platz wohl abgeben werde. Am Ende fehlen mir nur zwei Punkte zu Platz 3 und nun ärgere ich mich doch etwas, frage mich - wo hätte ich diese Punkte rausholen können? Eigentlich nur beim Zeltaufbau, da waren Wigald und ich schlecht vorbereitet. Ja, so ist das eben.
Ich freue mich aber am Ende sehr über Platz 5 in der Teamwertung. Und in der Einzelwertung gibt es für Wigald und mich auch Platz 5. Das ist einfach spitze und stellt eine Verbesserung um zwei Plätze zum vergangenen Jahr für mich dar.
Das zweite "Promi-Team" - Gunda Niemann-Stirnemann und Frank Busemann, übrigens ein Linkshänder-Team, hat sich wacker geschlagen und kommt am Ende auf Platz 7.
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Was ist noch zum Abschluß zu sagen....
Nur soviel, der Wigald Boning und ich, das mit Abstand älteste Team in der Gruppe, haben uns super ergänzt. Der Wigald ist ein super Partner. Die 6 Tage haben mir trotz großer Anstrengung sehr viel Spaß gemacht. Glückwunsch an alle anderen Teams!
Ich habe wieder Grenzerfahrungen machen dürfen, die ich für das weitere Leben gut gebrauchen kann.
Eure Birgit
Vierter Tag - 31.01.2007
Ich wußte was mich am heutigen Tag erwartet, aber das es auf dem Rad so hart werden würde, hätte ich nicht voraussehen können. Die 41 km lange Strecke war auch darum so hart, weil sie die Beschaffenheit einer Buckelpiste hatte. Und zwar jeden einzelnen Meter. Es rappelte 2 Stunden und knapp 30 Minuten so hart, dass mir zu den, vom Halbmarathon ohnehin schon ledierten und festen Oberschenkeln nun auch noch alles andere weh tut.
Jetzt gehts auf das "Deck", das ist ein nur mit einer Zeltplane überdachtes Restaurant zum Essen und dann ab ins Zelt. Ich bin hundemüde.
Bis Morgen, Eure Birgit
Zweiter und dritter Tag - 29./30.01.2007
Nach absolvierten 6 Disziplinen liegt unser Team immerhin auf Platz 2. Heute beim Berganfahren mit dem Auto konnte ich, wie auch schon beim Geschicklichkeitsfahren des ersten Events, weit vorne landen. Punkte verliere ich leider bei den Ausdauerdisziplinen, auf die ich mich dummerweise nicht vorbereitet habe. So wird auch das morgige Rad-Event hammerhart werden.
Ich bin mehr neben dem Schlitten hergelaufen, als das ich auf ihm stand. Aber meine 6 Hunde, die im ersten Durchgang schon meinen Teamkollegen Wigald Boning ziehen mußten, waren einfach kaputt. Ich selbst habe einen gewaltigen Muskelkater in den Oberschenkeln und war nicht sehr glücklich darüber, heute wieder so viel laufen zu müssen. Viel mehr hatte ich mich auf eine schöne Hundeschlitten-Tour eingerichtet.
Das morgige Radrennen wird mit diesen müden Oberschenkeln höchst wahrscheinlich kein Vergnügen. Ich werde mein Bestes geben, denke aber, dass ich hier niemanden schlagen kann. Die Frauen sind alle ziemlich fit auf den Beinen.
Soweit von hier, nun geht's ins Zelt. Vielleicht können wir heute Nacht wieder Nordlichter sehen.
Tschüß bis irgendwann.....Birgit
Erster Tag - 28.01.2007
Ich werde mich nach 2006 zum zweiten Mal dieser extremen Herausforderung stellen. In 10 Disziplinen geht es um Ausdauer und Geschicklichkeit. Das alles unter extrem arktischen Bedingungen.
Wenn ich ins Netz komme, versuche ich Euch des öfteren zu berichten.
Eure Birgit
Weitere Informationen auf der Website der
FULDA-Challenge 2007 und
Wigald Boning.
Fotos: Markus Poch (teutopress), Christiane Kappes (Kappes Adventure Press) und Birgit Fischer